Sonntag, 17. Februar 2013

Cassandra Clare - Clockwork Prince



Reichlich Emotionen verpackt in einer spannenden Story


Achtung, eine Warnung vorneweg: Die Rezension enthält Spoiler zum ersten Band der Reihe, Clockwork Angel. Also bitte nicht lesen, wenn man noch mitten in der Lektüre zu Clockwork Angel steckt und nicht zuviel erfahren möchte.


Copyright by Carlsen Verlag
Nach dem Verrat ihres Bruders kommt Tessa bei den Schattenjägern im Londoner Institut unter. Doch auch dort ist sie vor den Intrigen des Magisters nicht sicher, der sie immer noch unbedingt in seine Gewalt bringen will…

Gerade ist Tessa dem Magister mit Mühe und Not und nicht ohne große Opfer entkommen, da droht neue Gefahr: Charlotte, die Leiterin des Londoner Instituts, die sie so freundlich aufgenommen hat, soll abgesetzt werden! Unter diesen Umständen dürfte Tessa keine Zuflucht mehr bei ihren neu gewonnenen Freunden suchen und wäre Mortmain hilflos ausgeliefert.
Bei dem Versuch, dies zu verhindern, deckt die kleine Gruppe von Schattenjägern eine Intrige auf, die bereits weite Kreise gezogen hat. Und Tessa muss erkennen, dass ihre eigenen Gefühle ebenso gefährlich sein können wie ihr mysteriöser Gegner.

Nach über einem Jahr geht es endlich weiter mit der Chronik der Schattenjäger im viktorianischen London. Die Handlung setzt nur kurze Zeit nach dem Ende des ersten Bands ein und überrascht gleich zu Anfang mit einer weit reichenden Enthüllung. Von da an geht es dramatisch weiter, mit der richtigen Mischung aus gefühlvollen und spannenden Szenen. Hauptsächlich wird aus Tessas Sicht erzählt, doch auch Will, Bane, Charlotte oder Sophie kommen zu Wort, was die Geschichte abwechslungsreich gestaltet und einem die geliebten Nebenfiguren erfreulich näher bringt. Hervorheben kann man hier auf alle Fälle den Hexenmeister Magnus, der immer wieder ein Highlight in der Welt der Schattenjäger darstellt, ob nun im alten Großbritannien oder im neuzeitlichen New York.
Dabei werden verborgene Geheimnisse gelüftet und neue geschaffen, sodass genügend Stoff für den dritten Band übrig bleibt. So erfährt man viel über den Magister und seine Vergangenheit und es wird aufgeklärt, warum Will Magnus am Schluss von Clockwork Angel aufgesucht hat. Diese Informationen machen die Protagonisten lebendig und geben ihnen die nötige Tiefe, selbst wenn noch einiges im Dunkeln bleibt.

Die Liebe bleibt dabei natürlich nicht auf der Strecke. Manche Stellen schrammen dabei allerdings nur knapp am Kitsch vorbei und die Dreiecksbeziehung zwischen Tessa, Will und Jem treibt manchmal seltsamen Blüten. Das Positive daran ist, dass dadurch die vermeintliche Ähnlichkeit mit den Hauptcharakteren aus den Chroniken der Unterwelt, die im ersten Band oft deutlich zutage tritt, immer mehr in den Hintergrund gerückt wird. Besonders diese drei Personen gewinnen mehr Eigenständigkeit und entwickeln sich deutlich und vor allem nachvollziehbar weiter.
Dennoch manövriert sich Clare so in eine Lage, bei der man sich fragt, wie sie sie lösen will, ohne einer ihrer Figuren zu schaden.

Clockwork Prince ist eine würdige Fortsetzung zu Clockwork Angel. Cassandra Clare hat wirklich einen wunderbaren Schreibstil, abwechslungsreich und sehr bildhaft. Vor allem die Kulisse dahinter, die anschaulichen Schilderungen des damaligen London, haben mich sehr gefesselt und erzeugen die passende Atmosphäre für die Ereignisse der Story.
Das Buch macht richtig Lust auf den dritten Band, dem man jetzt umso mehr entgegenfiebert.
Die romantischen Verwicklungen zwischen Tessa, Will und Jem trüben zwar etwas das Lesevergnügen, aber trotzdem wird man dank der tollen Beschreibungen und der packenden Handlung rund um den Magister sehr gut unterhalten.



Short Facts: 

 

  • Autor: Cassandra Clare

  • Verlag: Arena

  • Seiten: 578 (Gebunden) 

  • Preis: 19,99 € 

  •  

    4,5 Sterne

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Kommentare:

  1. Huhu,

    ich bin ja gerade dabei die "Chroniken der Unterwelt" zu lesen und habe schon überlegt, ob ich danch die "Chroniken der Schattenjäger" zu lesen. Wie man an deiner Rezi sieht, lohnt es sich ja offensichtlich =)

    LG
    Anja

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    1. Ich finde, es lohnt sich auf alle Fälle! Allein schon wegen den Verweisen auf die Chroniken der Unterwelt!

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