Montag, 8. Juli 2013

Paperthin Montagsfrage: Welche Dinge kannst du nicht mehr lesen?




 
 

Hm, diese Frage ist für mich richtig schwer zu beantworten. Einerseits habe ich in den letzten Jahren nur wenige Bücher gelesen, die mich wirklich abgeschreckt haben. Andererseits bin ich auch nicht der Mensch, der eine Story vorverurteilt, nur weil der Klappentext bestimmte Klischees suggeriert. Ich lasse mich gerne positiv überraschen, denn meiner Meinung nach kann man nie vorher wissen, wie gewisse Konstellationen oder Plots dargestellt und ausgeführt werden. Abbrechen kann man den Roman ja immer noch.



Allerdings gibt es auch für mich Dinge, die mir beim Lesen auf die Nerven gehen können:

 


1) Zu ausführliche Beschreibungen der Umgebung langweilen mich total. Wenn ich zu viel vorgegeben bekomme und meine eigene Fantasie nicht spielen lassen kann, frustriert mich das ungemein. Da vergeht mir irgendwann die Lust, weiter in die Geschichte einzutauchen. Negativbeispiele sind für mich Herr der Ringe: Die Gefährten von Tolkien oder Der Name der Rose von Umberto Eco.

 

 

2) Logikbrüche, nicht nachvollziehbare Sprünge oder wirre Perspektivenwechsel. In Maßen finde ich das noch erträglich, vor allem wenn alles andere stimmt. Ich bin niemand, der sich an einem kleinen Logikfehler aufgeilt. Wenn es aber gehäuft vorkommt und ich nur noch mit einem immer größer werdenden Fragezeichen im Kopf weiterlesen kann, sinkt meine Begeisterung auf den Nullpunkt.

 

 

Und ich lese sehr, sehr selten Krimis, außer auf Empfehlung. Thriller schon eher, aber die bloße Frage nach dem Mörder haut mich nicht unbedingt vom Hocker.



Kommentare:

  1. Haha, ich kam nur bis "Zu ausführliche Beschreibungen der Umgebung langweilen mich total" und dachte sofort: "Umberto Eco!" "Der Name der Rose" hab ich noch irgendwie gelesen, wobei ich da auch schon ein paar der richtig ausufernden Beschreibungen übersprungen hab, aber "Das Focaultsche Pendel"... Das ging gar nicht! Ich hab's nach ein paar Seiten abgebrochen.

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    1. Oh ja, von dem Buch hab ich auch schon gehört. Und nach Der Name der Rose hab ich erst mal Abstand von Ecos Büchern genommen. Ich hab's zwar bis zum Schluss durchgehalten, aber noch eins von ihm lesen wollte ich dann doch nicht.

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    2. Ich mach seit ein paar Monaten ein Fernstudium zum kreativen Schreiben, und direkt in einem der ersten Hefte wurde immer wieder betont, man solle seine Sätze nicht so schachteln und seine Beschreibungen nicht ausufern lassen, und da hab ich dann auch gedacht: Das hat Umberto Eco niemand gesagt.

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    3. Das sagt man doch auch nicht zu einem Umberto Eco :-D. Wusstest du, dass er sogar literatur- und medienwissenschaftliche Texte schreibt? Da hat sich wahrscheinlich niemand getraut, das zu ihm zu sagen.

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    4. Jaaa, immer diese Theoretiker! ;) Das ist wahrscheinlich, als würde man Reich-Ranicki kritisieren.

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