Donnerstag, 10. April 2014

Fabylon Blogtour Station 4: Alisha Bionda (Hrsg.) - Sherlock Holmes und das Druidengrab







Tolle Sammlung verschiedener Kurzgeschichten über den berühmtesten Detektiv der Welt


Inhalt 

In diesem ersten Band der
Copyright by Fabylon Verlag
Meisterdetektive-Reihe des Fabylon Verlags finden sich dreizehn Kurzgeschichten über Sherlock Holmes und seinen treuen Begleiter John Watson, in denen sich die beiden Engländer stets aufs Neue mit dem Übersinnlichen auseinandersetzen müssen.



Da untersuchen sie zum Beispiel seltsame Todesfälle unter den Armen Londons, deren Leichen blutleer gefunden werden.
Oder versuchen zu ermitteln, welche Stimmen einer Lady nach dem Leben trachten.
Zusätzlich gilt es, das Geheimnis einer brennenden Brücke zu lösen oder einen mysteriösen Wiedergänger aufzuhalten.
Dabei begegnen den beiden vermeintliche Geister, Golems, unsichtbare Schlangen, unheimliche Grabwächter oder lebende Tote, derer sie sich erwehren und deren Ursprung sie ergründen müssen.
Außerdem machen sie Bekanntschaft mit den Auswirkungen altägyptischer Mythologie, einem Medium und einem scheinbar eindeutigen Mordfall.




Meinung

Eine Studie in Blut von Desirée Hoese


Diese Geschichte ist ein wirklich toller Einstand in die Anthologie und hat mich, den heimlichen Irene-Adler-Fan, doppelt begeistert. Sie fängt die Atmosphäre der Originalbücher sehr gut ein, auch wenn sie für meinen Geschmack etwas zu kurz gefasst und nicht ausführlich genug beschrieben ist.




Stimmen aus dem Jenseits von Vincent Voss


Die eigentlich einfache Grundidee ist wirklich nett verpackt und auch hier findet sich das Flair der Vorlagen Doyles wieder. Holmes’ kriminalistischer Spürsinn und seine brillante Fähigkeit zur Deduktion kommen in dieser Story besser zum Tragen als in der vorherigen und auch sein schwarzer Humor weiß zu begeistern.




Die brennende Brücke von Ramón Scapari


Den Plot im Hintergrund fand ich sehr interessant und wunderbar umgesetzt. Die vielen kleinen technischen Details passen richtig gut zu Sherlock Holmes als Ermittler. Und die Anspielungen auf frühere Fälle machen die Geschichte zusätzlich zu einem Highlight des Buches.




Holmes und der Wiedergänger von Tanja Bern


In meinen Augen ganz klar DER qualitative Tiefpunkt der Sammlung. Die unglaublich einfache Sprache passt absolut nicht zu den Doyle’schen Charakteren und setzen sie damit beinahe zu bloßen Komikfiguren herab. Die eigentliche Handlung vermag diesen Eindruck auch nicht erheblich zu verbessern.

 

 


Sherlock Holmes und der Geist von Carnington Hall von Anke Bracht


Hier vermischen sich Motive der Vorlage gekonnt mit jenen aus der Mythologie über Weiße Frauen und deren Wirken. Die Geschichte selbst wird mir zwar nicht für immer in Erinnerung bleiben, hat jedoch auf jeden Fall ihren Unterhaltungswert als knackig kurzer Fall des Meisterdetektivs.



Sherlock Holmes und der Golem von K. Peter Walter


Die Hintergründe über den jüdischen Schöpfungsmythos zur Erschaffung eines Golems haben mich sehr fasziniert und sind für mich auch Der Hauptpluspunkt der Story. Der Plot an sich und die eigentliche Auflösung haben mich dagegen nicht unbedingt vom Hocker gehauen. Da hatte ich etwas mehr erwartet.

  



Die Geisterschlange von Castonhall von Guido Krain


Der Tathergang ist schön verpackt in einer typischen Detektivgeschichte mit leicht übernatürlichem Flair. Sherlock Holmes beweist hier wieder seinen übertriebenen Hang zur Rationalität, auch wenn die eigentliche Auflösung ganz am Ende ihn wahrscheinlich genauso überraschen würde wie mich.

 



Sherlock Holmes und das Druidengrab von Barbara Büchner


Ich finde, die Autorin schafft es sehr überzeugend, die Stimmung der Vorlage einzufangen. Was mich allerdings gestört hat, war der Plot an sich. Etwas verworren im negativen Sinn und nicht immer logisch durchdacht reicht seine Qualität nur ansatzweise an diejenige anderer Storys aus der Anthologie heran.

 

 


Die Fremde von Andreas Flögel


Der Autor wagt sich sehr weit vor und stellt das Übersinnliche weitaus mehr in den Vordergrund als die übrigen Geschichten. Einerseits ist es beeindruckend zu lesen, wie Holmes mit der Situation umgeht, andererseits ist es riskant, den hyperrationalen Mann damit zu konfrontieren, da die Gefahr, dass es unglaubwürdig wirkt, groß ist. Die Mischung ist meiner Meinung nach nicht ganz gelungen, hat allerdings ihren Unterhaltungswert.




Schleichendes Gift von Sören Prescher


Hier ist die Auflösung richtig gut gemacht und weiß zu überraschen, auch wenn man sie als aufmerksamer Leser bereits ahnt. Sören Prescher hat sich ebenfalls ein Thema ausgesucht, das schön mit Holmes’ Kopflastigkeit konkurriert. Doch im Gegensatz zu Flögel schafft er es zudem, beides zu vereinen, ohne den Detektiv aus seiner Rolle fallen zu lassen.

 

 


Sherlock Holmes und der Schatten des Chronos von Völker Bätz

Volker Bätz hat hier einen Plot ausgewählt, den man so anhand des Titels nicht vermuten würde, und das macht die Geschichte zu einer der besseren der Sammlung. Deutlich übersinnlich angehaucht ist nicht alles, wie es scheint und das Ende überzeugt außerdem mit einer schön fiesen kleinen Wendung.
 



Sekhmet darf nicht gedient werden von Ruth M. Fuchs


Der altägyptische Hintergrund ist wirklich interessant, nur leider findet er kaum Erwähnung. Das lässt die Story blass und ein wenig substanzlos wirken. Hätte die Autorin das eine oder andere mehr ausgeführt, hätte sich aus der Handlung wesentlich herausholen lassen.




Im Rauch der Meerschaumpfeife von Tanya Carpenter


Für mich ist diese ein weiteres Highlight der Anthologie. Einerseits hat es mir richtig gut gefallen, Watson mal völlig auf sich gestellt zu erleben. Andererseits hätte ich mit DER Auflösung so gar nicht gerechnet, obwohl mir ein paar Details etwas eher aufgefallen sind als dem Doktor.




Fazit

Sherlock Holmes und das Druidengrab präsentiert dreizehn insgesamt unterhaltsame Kurzgeschichten in teilweise sehr unterschiedlicher Qualität. Nicht jeder Plot kann überzeugen, aber die vereinzelten Highlights konnten mich so richtig begeistern. Alles in allem ist das Experiment, Doyles berühmte Figuren mit dem Übernatürlichen zu konfrontieren, wirklich gelungen.
Wer also ein echter Sherlock Holmes Fan ist und den berühmten Detektiv mal in ganz anderen Fällen erleben will, sollte sich von den schwachen Storys nicht abschrecken lassen! Der erste Band der Reihe bietet auf jeden Fall gute Unterhaltung für Zwischendurch.






Short Facts:

 

  • Autoren: Tanya Carpenter, Barbara Büchner, Guido Krain, Tanja Bern, Désirée Hoese, Volker Bätz, Anke Bracht, Andreas Flögel, Ruth M. Fuchs, Sören Prescher
  • Verlag: Fabylon

  • Seiten: 240 (Broschiert)

  • Preis: 14,90 € 

     

     

     
    4 Sterne

     


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Zur Verlagsseite  



Und jetzt werde ich euch kurz die übrigen Bände der Reihe Meisterdetektive des Fabylon Verlags vorstellen:



Zum 125. Geburtstag des großen Meisterdetektivs ein klassischer Holmes-Roman im Stile Doyles - mit mystischem Einschlag! 

 

 

"Dieser Fall birgt eine Menge Rätsel. Ich glaube, wir sind hier einer besonders großen Sache auf der Spur. Denken Sie an meine Worte, Watson." Was haben ein halbes Dutzend Menschen gemeinsam, die im Herbst 1890 allesamt binnen kürzester Zeit in London ermordet werden? Selbst dem Meisterdetektiv Sherlock Holmes fällt es schwer, ein Verbrechensmuster zu erkennen. Bis er herausfindet, dass sämtliche Morde nur von einem Toten ablenken sollen – einem bekleideten Mann, der erwürgt in seiner Badewanne gefunden wurde. Im Besitz des Toten finden Holmes und Watson jede Menge merkwürdiger Gegenstände, die scheinbar nicht viel miteinander zu tun haben – ein offenbar defekter Kompass, eine Landkarte, die angeblich das versunkene Atlantis zeigt und eine verschlüsselte Botschaft. Noch rätselhafter wird es, als Watson während der Obduktion seltsame Deformationen an den Organen des Toten feststellt. Die entschlüsselte Botschaft führt die Ermittler zu einem geheimen Treffpunkt im Londoner Hafen, wo sie von Menschen in einem fremdländisch aussehenden Unterseeboot erwartet werden. Mit ihnen an Bord kennt das Boot nur einen Kurs – den nach Atlantis.



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“Mein lieber Watson, die Windungen eines Frauengehirns, in denen es ständig von Emotionen wetterleuchtet, sind und bleiben rätselhaft.” 

Sherlock Holmes – “Die Tochter des Henkers” 

  


Die Autoren-Duos, in dem je einer die Rolle des Meisterdetektivs oder die seines Freundes Dr. Watson übernahm – Tanya Carpenter & Guido Krain, Erik Hauser & Oliver Plaschka, Désirée & Frank Hoese, Antje Ippensen & Margret Schwekendiek – entführen den Leser in spannende Fälle des klassischen Sherlock Holmes-Crimes. Ob es das Rätsel eines Rad fahrenden Affen zu lösen gilt, mysteriöse Todesfälle in einem Kurhotel, die Geschehnisse um die Tochter des Henkers von London, oder aber die elementare Frage zu klären, ob es Sherlock Holmes nun wirklich gab. Auf alles finden die Autoren eine spannende Antwort. Crossvalley Smith schuf mit seinen Grafiken dazu noch optische Highlights.



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"Es widerstrebt mir zuzugeben, dass ich etwas nicht weiß, aber die Gedanken von Menschen zu lesen übersteigt meine Fähigkeiten." 

 

 

Sherlock Holmes wird in einem höchst ungewöhnlichen Fall ins englische Moorland gerufen: Sämtliche Bewohner eines Herrenhauses, Herrschaft und Personal, sind in einer einzigen Nacht gestorben, ohne dass eine Ursache erkennbar wäre. Und vor vierhundert Jahren ist dasselbe an diesem Ort schon einmal geschehen – damals verschwand ein ganzes Dorf. Teufelswerk? Zauberei? Der Meisterdetektiv ist skeptisch.

 

 

 

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Weitere Informationen zu den Büchern findet ihr HIER auf der Website des Verlags!







Natürlich gibt's bei dieser Blogtour auch was zu gewinnen, nämlich die beiden Bücher:



  • eine Printausgabe von Sherlock Holmes und das verschwundene Dorf (Reihe Meisterdetektive)

  • eine Printausgabe von Argentum Noctis (Reihe SteamPunk)
  •  

     

    Jede einzelne Station hält eine Gewinnfrage für euch bereit, die ihr beantworten müsst, um jeweils ein Los zu ergattern. Bis Samstag könnt iht also fünf Lose sammeln.
    Bei meinem Blogbeitrag müsst ihr ein Wort suchen, denn ich habe in meiner Rezension ein paar bunte Buchstaben versteckt. Setzt sie richtig zusammen und schickt mir das Lösungswort bis zum
    11.04.2014, 23:59 Uhr an RedGabriella@freenet.de mit dem Betreff "Blogtour Fabylon". Dann wünsche ich euch viel Erfolg bei der Suche!





    Und hier habt ihr noch eine Übersicht der ganzen Blogtour, die bisher erschienenen Posts habe ich euch unten verlinkt:

     


    Tag 1: Laura Flöter - Der Engelseher (Buchfan)







    Kommentare:

    1. Hallo und guten Tag,
      nette Auswahl an Büchern hat dieser Verlag.

      Danke für Deinen Blogbeitrag.

      LG..Karin..

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    2. Antwort auf Deine Blogtourfrage hast Du hoffentlich erhalten, REdSydney.
      Bitte um kurze Info.

      Danke und LG..Karin..

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      1. Yep, die ist angekommen, keine Angst.

        Lg
        RedSydney

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