Dienstag, 4. November 2014

Der Wahnsinn geht weiter...





... oder mein Buchmessebericht Teil 2, diesmal sind der 11.10. und der 12.10. dran. Also seid gespannt!



Samstag, der 12.10.


 Ich wusste ja schon vorher, dass der Messesamstag der stressigste Tag von allen werden würde, weil erstens natürlich alles Interessante gerade da passierte. Und zweitens musste ich mir ja einen Termin nach dem nächsten aufhalsen, weil ich mich einfach nicht entscheiden konnte. Aber zum Glück ist die Messe ja immer für eine Überraschung gut und hat meine Pläne zwar nicht komplett, doch schon so durcheinander gewirbelt, dass es trotz der Anstrengung richtig lustig wurde.


 Als Erstes stand das Bloggerfrühstück bei dotbooks und Skoobe an. Bereits in der U-Bahn merkte man, dass diesmal auch ganz normale Besucher in die heiligen Hallen eintreten durften, auch wenn der Andrang nicht so schlimm war wie in Leipzig. Trotzdem musste man sich einen Platz in der Bahn erkämpfen, wenn man mitfahren wollte. Als ich deswegen etwas verspätet am Stand ankam, war dieser bereits überfüllt. Man konnte sich zwar zu den Verlagsmitarbeitern in der Mitte durchquetschen, aber es dauerte schon etwas, bis man eines der Umhängebänder mit seinem Namensschild ergattern konnte. Nebenbei wurden Brezeln mit Butter und Getränke (vor allem O-Saft!) verteilt und immer wieder nachgeschenkt. Ich traf den Programmleiter Timothy Sonderhüsken wieder, ebenso wie die Autorin Astrid Korten. Außerdem waren unter anderem noch Tanja Kinkel, Tanja Wekwerth und Sonja Rüther anwesend, die gleich zu Anfang ausführlich vorgestellt wurden.
Leider konnte ich nicht lange bleiben, da sich meine Termine so überschnitten, dass ich kaum Zeit zum Bleiben hatte.


 Denn es wartete bereits die Autogrammstunde mit Patricia Schröder (Blind Walk) bei Coppenrath in Halle 3.0. Da der Gang zwischen Carlsen Stand und dem von Coppenrath nicht sehr breit war, war ich froh, dass wir so früh dort ankamen und uns gleich in der ersten Reihe anstellen konnten. Doch ich hätte mir keine Sorgen machen brauchen, denn gleich nebenan würde eine Stunde später Teri Terry (Slated-Trilogie) ihre Bücher signieren und da wollten auch die meisten hin. Ich hatte Glück und konnte von beiden Autorinnen ein Autogramm ergattern. Teri Terry war dabei sogar richtig süß: Nicht nur dass sie unbedingt am Anfang ein Foto von allen machen wollte, die vor ihrem Tisch anstanden, nein, sie hatte auch einen Glücksbringer mitgebracht (siehe Foto). Ein Interview mit ihr stelle ich mir richtig cool vor!


 Lange konnte ich allerdings nicht dort stehen, da das Meet & Greet mit Alexia Casale (Die Nacht gehört dem Drachen) bei Carlsen am Stand gegenüber um 12 Uhr anstand. Die Verlagsmitarbeiterin Constanze Hahn führte uns in einen abgeschiedenen, sehr kleinen Raum, wo wir die britisch-amerikanische Schriftstellerin eine Stunde lang mit Fragen löchern durften, die alle geduldig und ausführlich beantwortet wurden. Die sehr sympathische Alexia Casale verriet uns Details über ihr neues Buch, das sich mit einer ähnlichen Thematik wie ihr letztes beschäftigt, diesmal mit einem Jungen als Hauptfigur, und das voraussichtlich nächstes Jahr auf Englisch erscheinen wird. Des Weiteren sprach sie mit uns über ihre Hauptfigur und wie wichtig es ihr war, deren Handlungen urteilsfrei zu beschreiben, sodass sich der Leser ein eigenes Bild machen kann und nicht von ihrer Meinung beeinflusst wird.


 Nach diesem kleinen Treffen, zu dessen Ende hin die Autorin uns noch ihr Buch signiert hat, wurde es wirklich Zeit zum Mittagessen. Dank dem fröhlichen Bloggertreffen auf der Agora und dem Problem mit der Pommes zuviel, das Anne verzweifelt zu lösen versuchte, hatten wir richtig Spaß.
Und wir erfuhren, was der Currywurststand und Kai Meyer gemeinsam hatten: Die Menschen standen meterweit Schlange, um zu ihnen zu gelangen. Soviel Andrang hatte es nicht mal bei Teri Terry gegeben!


 Aber dafür bei LovelyBooks in Halle 4.1 in der Next Generation Area, wo die zweihundert Mitglieder, die Gutscheine hatten ergattern können, ihre Goodie-Bags abholen sollten. Der Bereich war eindeutig zu klein für die Massen und man musste sich regelrecht durchkämpfen, um zu den Taschen und den Törtchen zu gelangen.
Nachdem wir uns relativ unbeschadet wieder frei bewegen konnten, hatte keiner wirklich Lust, noch länger in dem Gewühl zu bleiben. Nur kurz untersuchten wir den Inhalt und tauschten uns darüber aus, dann zogen wir weiter, teils um unsere ergatterten Goodie-Bags im Pressezentrum abzugeben, teils um uns weiter umzuschauen.


 Ich schloss mich einer Gruppe an, die zum Loewe Stand zurückwollte, wo die Lesung von Sonja Kaiblinger stattfinden sollte. Dort stellte sie ihren neuen Roman Rosen und Seifenblasen – Verliebt in Serie vor, den Auftakt zu ihrer neuen Trilogie.
Bevor es losging, bewunderten wir die tolle Aussicht vom Dach des Standes, wo die Autorin uns schon erwartet hatte. Man konnte wirklich den Blick von oben über die ganze Halle schweifen lassen und die Menschen dort unten beobachten, ohne geschubst, bedrängt oder einfach weitergeschoben zu werden.
Die Lesung selbst war interessant und witzig, vor allem weil ich von der sympathischen  Österreicherin bisher nur die Scary Harry Bücher kannte. Mal gucken, ob ich auch dazu komme, ihr neustes Werk zu lesen. Auf die Wunschliste hat es es zumindest schon mal geschafft.


 Mit einem Autogramm oder signiertem Buch mehr machten wir uns wieder auf den Weg. Nach einem weiteren Abstecher ins Pressezentrum hieß es dann, sich langsam wieder von allen zu verabschieden und den Rückweg nach Hause anzutreten. Um mir die Zeit zu vertreiben, bis mein Zug einfuhr, bummelte ich noch etwas in dem berühmten Buchshop am Hauptbahnhof herum, der sich allerdings im Vergleich zum letzten Jahr sehr verändert hatte und meiner Meinung nach auch nicht mehr soviel Auswahl bietet. Ein paar Mitbringsel konnte ich dennoch ergattern, bevor ich einigermaßen pünktlich (!) aus Frankfurt abreistete.




Sonntag, der 12.10. oder Volkstrauertag


 Der Sonntag kam viel zu bald und zu schnell: Der letzte Tag der Messe und mit ihm auch dieses zwiespältige Gefühl, dass man einerseits nicht mehr kann, aber andererseits absolut noch nicht gehen will. Von schmerzenden Füßen, den frustrierenden Anstrengungen, sich durch nur langsam fortbewegende Menschenmassen zu quetschen und den genervten Blicken der anderen Besucher, wenn man mal schneller als sie vorankommen wollte, hatte man inzwischen genug. Aber eigentlich bietet eine Messe soviel Schönes (vor allem Bücher und nette Menschen in all dem Chaos!), dass man trotzdem nicht fort will. So erging es mir am Sonntagmorgen, bevor ich mich ein letztes Mal ins Getümmel stürzte, um die letzten Eindrücke mitzunehmen.


 Zum Einstieg schlenderte ich ein bisschen ziellos durch die bekanntesten Hallen 4.1, 3.0 und 3.1 und sah mich genauer um, immer auf der Suche nach interessanten Titeln. Schließlich durften diese sonntags verkauft werden. Auf diese Weise erstand ich So rot wie Blut von Salla Simukka am Arena Stand, auf das ich schon seit der Veröffentlichung des Herbstprogramms des Verlags ein Auge geworfen hatte.


 Danach wollte ich um 11 Uhr zu Jennifer Benkaus Signierstunde am Loewe Stand in der Nähe, doch die Schlange war einfach zu lang, sodass die Anstehenden sogar nur grüppchenweise aufs Dach zur Autorin hoch gelassen wurden. Zumindest traf ich hier auf andere Mitstreiter aus der Bloggerszene und man konnte sich die Wartezeit mit lustigen Gesprächen überbrücken.


 Im Pressezentrum entdeckte ich Heffa, Simone, Charlie, Mimi und Caro und zusammen mit Quynh machten wir ein paar Abschiedsselfies, ehe wir wieder loszogen.
Nach dem obligatorischen gemeinsamen Mittagessen auf der Agora hatten wir Schnäppchenjäger plötzlich Glück: Während wir unsere schmerzenden Füße entspannten, erfuhren wir per SMS, dass der Coppenrath Verlag alle seine Bücher für fünf Euro und die übrigen Artikel mit einem Nachlass von 50 Prozent oder mehr verkaufte. Und obwohl wir nicht alle die Bücher bekamen, die wir wollten, lohnte sich der Einkauf für jeden von uns.


 Nebenan, am Carlsen Stand mit dem für die Füße super bequemen Teppichboden, unterhielten wir uns eine ganze Weile mit Constanze Hahn. Sie gestand uns, wie nervös sie war, da es ihre erste Buchmesse wäre. Und dass sie am nächsten Morgen wieder früh raus müsste, da trotz Frankfurt das normale Arbeitsleben weitergeht. Auf die Art mehr über das Verlagsleben zu erfahren und die Menschen persönlich treffen, die man als Blogger höchstens dem Namen nach kennt, ist eines der Highlights einer Buchmesse. Besonders wenn sie genauso bodenständig und normal wirken wie man selbst.


 Was nun folgt, ist der traurige Teil: 17.30 Uhr rückte immer näher und näher. Man konnte die Zeit zwar noch einmal mit einem Besuch der beliebtesten Stände füllen und Kontakte knüpfen, doch irgendwann war es unvermeidlich. Der langsame Abschied nahte, nicht nur von der Messe, sondern auch von den lieben Leuten, die man dort getroffen hatte.
Noch einmal zogen wir gemeinsam durch die Gänge und machten sogar kurz vor Schluss noch ein typisches Ich-bin-hier-Foto als Gruppe (siehe unten).
Schließlich wurde es Zeit in Richtung Bahnhof aufzubrechen. Zuerst verließ uns Anne mit ihren Eltern, dann stiegen wir alle nach einem kurzen Abendessen einer nach dem anderen in unsere Züge.


 Das war wirklich eine schöne, wenn auch kurze Zeit, dieses lange Wochenende. Ich hab viel gelacht, viele tolle Eindrücke gewonnen und wunderbare Menschen getroffen. Das alles und vor allem die Insider (Ey Alda, wir sin Pressö!, P steht für wichtig, Ich hab ein Kind im Koffer u.a.) werde ich in Erinnerung behalten, die die drei Tage zu etwas Besonderem gemacht haben!


 Bis zur nächsten Buchmesse!



Die Autoren beim Bloggerfrühstück von dotbooks

Die Autorin Patricia Schröder

Teri Terry und ihre Kamera

Ihr Glücksbringer Stofftierhase

Alexia Casale beim Signieren ihres Buchs

Der richtig beliebte Currywurststand auf der Agora

Der Wahnsinn beim Lovelybooks-Treffen

Katrin Zipse beim Vorlesen ihres Romans
Glücksdrachenzeit 

Der Ausblick vom Dach des Loewe Stands

Sonja Kaiblinger

Sonja Kaiblinger Teil 2

Ein kleiner Einblick in einen nicht überlaufenen Bereich

Die Agora bei Sonnenschein

Eines der Messegebäude

Unser Ich bin hier Bild

Noch ein letzter Blick nach unten...

... und nach oben.

Auf Wiedersehen, Frankfurt! Bis zum nächsten Jahr!



P.S.: In Anlehnung an die Buchmesse wird es bald noch ein Gewinnspiel geben. Wann genau, erfahrt ihr bald!



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