Samstag, 27. Dezember 2014

Blogtour Das Dunkel seiner Seele Station 3: Interview mit Ethan Parker-Wilde





So, heute habe ich ein besonderes Interview im Rahmen der Blogtour für euch! Ethan Parker-Wilde, der königliche Beobachter und Verfasser der Berichts über Lord de Caultier und Ian, hat mir einige Fragen zu seinem Beruf und seine Methoden beantwortet. Unten habt das spannende Ergebnis meiner Unterhaltung mit dem sympathischen Berichterstatters:





1) Sie haben Ihren Bericht ja für den Monarchen des Landes verfasst. Wie wurden Sie zum Beobachter des Königshauses?


Nun, ich würde gerne eine aufregende Geschichte darüber erzählen... Tatsächlich aber bin ich in einem sehr entfernten Grade mit der Königsfamilie verwandt.

Der Beobachter des Königs zu sein ist eine heikle Angelegenheit und hat naturgemäß viel mit Vertrauen zu tun. Gewiss darf man aber das Geschick nicht außer Acht lassen, sowie das Interesse. Beides ist in meinem Fall ausgeprägt vorhanden.

Einer meiner Onkel entdeckte bei einem seiner Besuche, dass ich ein wachsames Auge für Details und Zusammenhänge habe. Ich spielte schon immer gerne Spion und dieses kindliche Gebaren sollte mein weiteres Leben in hohem Maße beeinflussen. Im Übrigen bin ich sehr glücklich darüber :)



2) Welchen Aufgaben gehen Sie hauptsächlich bei dieser Berufung nach? Klären Sie lediglich Unstimmigkeiten unter den Bürgern auf oder reichen Ihre Berichterstattungen auch mal tiefer? Wenn Sie einen Auftrag erhalten, wie genau gehen Sie im Allgemeinen an die Sache heran?


Ich erhalte nicht direkt Aufträge. Meine Aufgabe ist es, den König auf dem Laufenden zu halten. Dazu muss ich beobachten, was in der Bevölkerung vor sich geht, ein kritisches Auge auf die Hetzer halten und alle Interaktionen zwischen den Bürgern, die den König finanzieller oder politischer Natur betreffen, begutachten.


Dabei behilflich sind mir meine Quellen, die ihr Wissen mit mir teilen und mir ins Ohr flüstern, an welchen Orten es sich aufzuhalten lohnt und in welche Richtung ich blicken soll. Mehr darf ich dazu nicht sagen, um mich selbst und meine wispernden Helfer nicht in Gefahr zu bringen.


Ich könnte mir meinen Beruf etwas einfacher machen, indem ich mich lediglich auf den Adel konzentriere, der naturgemäß den höheren Einfluss auf die Politik hat. Allerdings gehe ich viel mehr ins Detail und richte meine Ferngläser auch gerne einmal auf jemanden aus der Unterschicht. Immerhin sind die Schichten heutzutage bereits um ein Vielfaches mehr miteinander verbandelt, als das früher noch der Fall gewesen ist. Man könnte interessante Dinge versäumen, ließe man die niederen Stände außer Acht. Als neugieriger Mensch kann ich dieses Risiko natürlich nicht eingehen.




3) Inwieweit gehen Sie sonst Ihrer Leidenschaft zur Schriftstellerei nach? Verfassen Sie auch private Schriften?


Zunächst sei gesagt, dass ich sehr viel und sehr gerne lese. Ich verschlinge eine Vielzahl an Büchern und dabei bin ich nicht sonderlich wählerisch. Man kann behaupten, ich lese alles, was mir in die Quere kommt.


Darüber hinaus bin ich ein leidenschaftlicher Briefeschreiber und pflege meine Papierfreundschaften aufs Liebevollste. Manchmal kommt es mir so viel einfacher vor, Emotionen in Worte zu fassen, als wahrhaftig miteinander darüber zu sprechen, obgleich ich anmerken möchte, dass ich auch persönlichen Konversationen selten abgeneigt bin :)



4) Was liegt Ihnen mehr: Die Berichterstattung oder poetische Literatur?


Eindeutig die Poesie. Mein Dienstgeber beschwert sich des Öfteren über meine Ausschweifungen, die man nicht mehr als objektiv bezeichnen kann. Selbst dann nicht, wenn man beide Augen zudrückt :) Nun, so sehr er sich manchmal darüber mokiert, ebenso sehr glaube ICH, dass er es liebt, meine Berichte zu lesen, da sie doch um so viel schöner formuliert sind, als jene meiner wenigen Kollegen, die von der Poetik nichts verstehen.



5) Sehen Sie sich lieber als objektiver Beobachter des Geschehens oder würden Sie doch ab und zu gerne selbst eingreifen?


Aufgrund meiner Position bin ich geknechtet, nur der Beobachter des Theaterstückes, welches sich unser alltägliches Leben nennt, zu sein. Im Laufe meiner Karriere haben sich einige Begebenheiten zugetragen, bei denen ich nur allzu gerne eingeschritten wäre, um Geschehnisse zu verhindern. Bedauerlicherweise darf ich den Lauf der Dinge nicht steuern.


Ich habe zwar gelernt, mich aus den Angelegenheiten meiner Zielpersonen herauszuhalten, doch ich befürchte, dass irgendwann der Tag kommen wird, an welchem ich meine Prinzipien über Bord werfen muss.



6) Was schätzen Sie besonders daran, andere Menschen zu beobachten und zu studieren?


Es ist die Variation, die ich daran am meisten wertschätze. Wenn ich jemanden ansehe, erkenne ich die kleinen, einzelnen Teilchen, die sich wie in einem Kaleidoskop zu einem verzerrten Bild zusammenfügen. Es ist eine spannende Sache, all diese Stücke in die richtige Ordnung zu bringen und letztendlich zu begreifen, aus welchem Holz ein Mensch geschnitzt ist. Dies gelingt mir bei manchen Leuten natürlich besser, als bei anderen. Gelohnt hat es sich allerdings in jedem Fall.


Nicht nur aus diesem Grund bedaure ich es, dass sich viel zu wenige die Zeit nehmen, wirklich und wahrhaftig aufeinander einzugehen und eben diese Forschung zu betreiben, die ich betreibe.


7) Welche der beobachteten Personen mögen Sie am meisten bzw. würden Sie gerne noch näher kennenlernen und warum?


Jedes Schäfchen unserer wundervollen Stadt ist etwas Besonderes und für viele von ihnen hege ich Sympathien. Vor allem Detektiv Dörfler ist ein angenehmer Mensch, mit dem ich gerne den ein oder anderen Kaffee im Abernathy's trinke.


Doch ein junger Mann versteht es wie kein zweiter, meine Vaterinstinkte zu wecken. Nicht einmal der tollpatschige Deputy Jesse, der es mit dem Sheriff wahrlich nicht leicht hat, ruft in mir so stark diesen Drang hervor, ihn beschützen zu wollen, wie es der goldblonde Attorney schafft. Lanford Akerly spielt den Menschen um sich herum etwas vor und ich kann beim besten Willen nicht begreifen, wie es ein solch grottenschlechter Schauspieler vollbringen kann, die Leute dermaßen zu täuschen. Es scheint mir, als gäbe es niemanden, der sich tatsächlich die Mühe machen möchte, hinter seine Fassade zu blicken. Ein solch zerbrechliches und liebenswertes Wesen sollte jedoch nicht erdulden müssen, was der junge Anwalt zu ertragen gezwungen ist. Zu meinem Leidwesen liegt es nicht in meiner Hand, an der gegenwärtigen Situation etwas zu ändern.


8) Der Beruf als königlicher Beobachter ist sicherlich nicht leicht. Sind Sie dabei schon mal selbst in Gefahr geraten?


Es ist durchaus ein gefährlicher Beruf, den ich ausübe. Dennoch habe ich es bisher meist geschafft, mich aus den größten Schwierigkeiten herauszuhalten, was mich stets auch einiges an Mühe kostet.


Mein Vorgänger wurde erschossen, während er einen Mann beschattete, den man der Hetzerei gegen den König bezichtigte. Selbst wenn ich den Beobachter, den ich ersetze, nicht persönlich kannte, habe ich doch aus dieser Geschichte gelernt. Ich gehe stets überaus vorsichtig vor. Nur wenige Menschen wissen deshalb, welcher Berufung ich mich verschrieben habe.


9) Werden wir bald wieder von Ihnen und Ihren Berichten hören?


Oh, gewiss! Momentan bin ich an einer außergewöhnlich aufwühlenden Sache dran, die bestimmt den ein oder anderen Leser ebenso zu fesseln vermag wie mich. Ich möchte nicht allzu viel verraten... Nur so viel: In schlanken Fingern, die einst eine gefälschte Morddrohung verfassten, befindet sich nun eine ernstzunehmende...


Ich möchte mich an dieser Stelle für dieses Gespräch bedanken. Es war mir eine wahre Freude, die gestellten Fragen zu beantworten :)



Diesen Dank gebe ich sehr gerne zurück und hoffe, bald wieder einen spannenden Bericht von Ihnen zu lesen.





Zu gewinnen gibt es natü
rlich auch etwas: Jede Woche wird jeweils ein eBook zu Das Dunkel seiner Seele verlost. Ihr habt also insgesamt achtmal die Chance, ein Exemplar des Romans zu ergattern. Bei mir müsst ihr lediglich herausfinden, welchen Charakter Ethan Parker-Wilde am sympatischsten findet. Infos dazu findet ihr im Interview. Schickt mir einfach die Antwort bis zum 02.01.2015, 23:59 an RedGabriella@freenet.de mit dem Stichwort "Das Dunkel seiner Seele". Dann nehmt ihr an der Verlosung teil und seid auch automatisch an der großen Verlosung (siehe unten) dabei!



Am 8. Februar findet die große Verlosung statt. Alle Teilnehmer der Gewinnspiele haben dann die Möglichkeit, ein großes Paket bestehend aus einem Printbuch und ein paar Überraschungen zu gewinnen.



Nächste Woche geht es dann bei Sabrina und ihrem Blog weiter.



Und hier habt ihr nochmal die Übersicht über alle Stationen der Blogtour:


13. Dez.  buchverliebt.blogspot.com
     Eingangspost mit Buchvorstellung


20. Dez.  kathrinsbooklove.wordpress.com
      Special-Überraschung


27. Dez.   worldwidebookz.blogspot.com
     Interview


03. Jan.   sanarkai-weltderbuecher.blogspot.com
     Special-Interview


10. Jan.   buecher-welten.blogspot.com
     Zeitgeschichte bzgl. Homosexualität


17. Jan.   mydanni76.blogspot.com   
     Charaktervorstellung


24. Jan.   Katis-buecherwelt.blogspot.com
     Interview


31. Jan.   bambinis-buecherzauber.blogspot.com
     Special


1 Kommentar:

  1. Hallo und guten Abend,

    Danke für den heutigen Einblick in das Seelenleben des Autoren usw.
    Interessant was da so alles mit rein spielt.

    Bin schon gespannt auf die weiteren Beiträge..LG..Karin..

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