Samstag, 23. Januar 2016

Henrik Lalk - Die Bewahrer von Redhor



Interessanter Weltententwurf vor kruder Handlung

Inhalt


Copyright by Oldigor Verlag
Den einen schweren Krieg hat er heil überstanden, da droht er, unfreiwillig in den nächsten verwickelt zu werden.
Doch dieser ist wesentlich magischer und bedeutender.


Weil sein Vater schwer an Krebs erkrankt ist, führt Lars Fohrman den elterlichen Hof beinahe ganz allein, was ihm nur wenig ausmacht. Das kann ihn allerdings kaum darauf vorbereiten, dass auf dem Land seiner Familie ein übernatürlicher Kampf ausbricht, in welchem er eine nicht unerhebliche Rolle spielt. Und plötzlich steckt er mitten in einer Schlacht zwischen Elfen und Waldelfen, denn nur er scheint der große Erlöser der sagenumwobenen Insel Redhor zu sein, die von den Waldelfen und ihrer geheimnisvollen und ebenso todbringenden Waffe bedroht wird.
Aber kann er als einfacher Sterblicher wirklich diese mächtigen Geschöpfe besiegen, die sogar seine neuen übermenschlich begabten Freunde fürchten?



Meinung


Am meisten hat mich an diesem Buch zuerst das Cover mit seinen wunderschönen Farben angezogen und dann versprach die Inhaltsangabe auch noch richtig gute Highfantasy. Leider wurden meine Erwartungen diesbezüglich nur zu einem kleinen Teil erfüllt.
Zum einen wurde ich mit den Figuren absolut nicht warm. Gerade Lars kam mir die meiste Zeit über extrem oberflächlich vor, da mir seine Gefühlswelt einfach nicht nachvollziehbar nähergebracht wurde. Manche seiner Handlungen konnte ich gar nicht verstehen, sie waren mir zu emotionslos dargestellt. Nur ab und an sind ein paar Szenen dabei, in denen ich wirklich mit ihm mitfühlen konnte.
Wesentlich leichter gelang mir das bei Unahan, dem zweiten Hauptcharakter, dessen innerer Zwiespalt mich deutlich mehr mitgenommen hat als Lars' Schicksal. Trotzdem hätte ich mir auch hier etwas mehr Tiefe gewünscht, ebenso wie bei den Nebenpersonen, von denen fast alle wie austauschbare Statisten wirken.


Der Schreibstil ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig und holprige Formulierungen erschweren hin und wieder das Weiterlesen. Dennoch beweist Henrik Lalk, dass er sich durchaus toll und sehr bildlich ausdrücken kann. Die Beschreibungen der Schauplätze wie Redhor, die Farm der Fohrmans oder die Siedlung der Waldelfen sind so plastisch gezeichnet, dass man die Orte oft direkt vor Augen hat.
Und auch der Plot an sich hat mir gut gefallen, leider hapert es ein wenig bei der Umsetzung. Der überraschende Perspektivenwechsel nach dem ersten Viertel des Buches hat mich da weniger gestört, da er viel über die andere Seite verraten und somit das anfängliche Schwarzweißschema ausgehebelt hat. Allerdings verliert sich der Autor zu oft in ärgerlichen Längen, die umso frustrierender sind, wenn man das Ende bedenkt. Über den Inhalt will ich nichts verraten. Aber er wird so zum Schluss hin in kurzen teilweise Ein-Satz-Szenen abgehandelt, dass kaum Spannung, sondern nur noch der Eindruck aufkommt, man hat schnell noch vor der dreihundertsten Seite fertig werden wollen. Und das bei einem Showdown, der in einem Cliffhanger enden soll! Ein echtes No-Go für mich!


Fazit


Der erste Teil der Bewahrer von Redhor von Henrik Lalk konnte mich nicht von sich überzeugen. Positiv aufgefallen sind mir die bildlichen Beschreibungen der Schauplätze, die Bemühungen, einem beide Seiten des Konflikts näherzubringen und der Plot an sich, der viel hergibt.
Leider verschenkt der Autor dieses Potential an unausgereifte Charaktere, unnötige Längen und an ein Ende, das viel zu übereilt und hektisch dahingeschrieben ist, um wirklich spannend und mitreißend zu sein.
Wer Stories über den ewigen Krieg zwischen Elben liebt und bildhafte Szenerien bevorzugt, der kann vielleicht über die von mir bemängelten Schwächen hinwegsehen
.




Short Facts:

  • Autor: Henrik Lalk 

  • Verlag: Oldigor

  • Seiten: 300 (Broschiert)

  • ISBN: 978-3958150379

  • Preis: 13,90 € 




2 Sterne


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An dieser Stelle ganz herzlichen Dank an den Oldigor Verlag für das Rezensionsexemplar!


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